Das ehemalige Shaolin Kempo Hadaka kommt ursprünglich aus dem Shaolin-Kloster in China. Mit Umweg über Indonesien und Niederlande kam es nach Deutschland. Kempo ist somit einiges älter als Karate, mit dem es genauso verglichen werden könnte, wie mit Tae Kwon Do oder Kung Fu. Shaolin Kempo Hadaka wurde von Andreas Burre aus dem Shaolin Kempo Hsinshih entwickelt.

Nach der Neustrukturierung des Trainings, sowie der Saifas, Kihontechniken und Kumites, durch Michael Schilling, Reinhold Weidemann und den anderen Senseis und Sempais im Jahr 2013 wurde der Stil wieder in das traditionelle Shaolin Kempo Hsinshih umgenannt.

Shaolin Kempo Hsinshih hat acht Gürtelprüfungen (Weiß, Gelb, Orange, Grün, Blau und 3x Braun), die bis zum Schwarzgurt abgelegt werden müssen. Bei Kindern bis 14 Jahren sind bis Grün Zwischengürtel eingefügt.

Shaolin Kempo Hsinshih

Neben harten Kihon-Techniken in den unteren Gürteln wird im Laufe der Ausbildung zunehmend der Einsatz „weicher“ geschmeidiger Techniken gelehrt. Die harten, rein muskelkraftbetonten Techniken werden mehr und mehr durch flexible, runde Techniken ersetzt, die die Kraftübertragung durch innere Energien nutzen. Die Kihon zur Erlernung der Krafterzeugung werden dann durch effektiv funktionierende Techniken ersetzt.

Neben der selbstverständlich vorhandenen „Wettkampf“-sportlichen Komponente, wird traditionelle Kampfkunst vermittelt, bei der besonders viel Wert auf Weiterleiten und Ausweichen gelegt wird. Dadurch werden die Bewegungen geschmeidiger und flexibler. Letztliches Ziel ist die Gewahrwerdung seiner Selbst (DO).

Die Grundpfeiler

PRAXIS:

  • Kihon (Grundtechniken)
    Wie auch Karate, hat Kempo wirkungsvolle Schläge, Tritte, Stöße und Körperhaltungen für den sicheren Stand im Kampf gelehrt. Dies ist die Basis im Kempo aus dem alles Übrige entwickelt wird.
  • Kempo Kumites
    Festgelegte Partnerübungen dienen als Anwendungsbeispiele für diese Kempo-Techniken.
  • Saifa
    Die Perfektion, Schönheit und kraftvolle Eleganz starker Kempo-Techniken wird im Formenlauf (Schattenkampf) ohne Gegner unter Beweis gestellt. Formenläufe gibt es in verschiedenen Ausführungen, zu diesen zählen die Saifa, Sankaku, Shintai-Läufe und Jo Sankaku.
  • Randori (Übungskampf)
    Im Shaolin Kempo Hsinshih wird im Non-Kontakt, dem sogenannten „traditionellen Karate“ nach dem Reglement der WKF gekämpft.

    • Non-Kontakt
      bedeutet, dass die Schüler nicht nur lernen, wirkungsvoll zu kämpfen, sondern auch die kraftvollsten Angriffe Zentimeter vor dem Partner abzustoppen. Das erzeugt und erfordert große Körperbeherrschung.
  • Yu Ho
    Ein System von Gelenkhebeln und Würfen. Hier wird der Gegner mit schmerzhaften Griffen, Hebeln und Würgern fixiert und zum Aufgeben gezwungen. Dabei werden auch effektive Befreiungstechniken gelehrt.
  • Sao Fot
    Die Handspiele schauen mit ihrem runden Weiterleiten der Angriffe verspielt aus, sind aber äußerst effektiv.
  • Oji Waza
    Die Kombinationstechniken erheben die Gleichzeitigkeit von Angriff und eigenem Gegenangriff zum Prinzip.
  • Phon Sao
    Die Techniken der fallenstellenden und verriegelnden Hände blockieren die gegnerischen Angriffe
  • Kyusho
    Präzise Nutzung von Nervenpunkten um den Gegner zu schwächen oder zu bezwingen und die Lehre, um hervorgerufene Schäden zu beseitigen.
  • Atemi
    Im Kempo werden verletzliche Stellen am menschlichen Körper gelehrt. Einige davon sind auch Kyusho-Punkte, andere sind Gelenke und Schwachstellen. Angriffe auf diese Punkte sind besonders wirksam und zerstörerisch.
  • Jo – Techniken
    Der Umgang mit dem JO-Stab, dem traditionellen Kampf-Stock im Shaolin Kempo Hsinshih ergänzt die waffenlosen Kampftechniken. Der 1,30m-Stock ermöglicht schnelle Angriffe und Verteidigungen.
  • Reale Selbstverteidigung
    Dies kann nicht praktisch geübt werden. Es werden jedoch über Techniken hinaus Verhaltensweisen und Einstellungen vermittelt, die das Überstehen einer realen Situation ermöglichen.

THEORIE

  • Kempo-Prinzipien
    Sie bilden den Masterplan des Stils.
  • Kempogeschichte
    Seine Wurzeln zu kennen, heißt seine Identität zu begreifen.
  • Wettkampflehre
    die gelehrten Wettkampfstrategien bringen bei richtigem Einsatz den Erfolg.
  • Bewegungsmechanik
    Hier wird das Verständnis für die Funktionsweise der Techniken vermittelt
  • Rechtslehre §§
    Bedeutung und Anwendung der Notwehrparagraphen. Was ist gesetzlich erlaubt und was verboten?
  • Trainingslehre
    Trainingsaufbau und Durchführung. Die Schüler werden aus verschiedenen Gründen dahin geführt, selbst Training zu geben.
  • Atemlehre
    Hier wird die Wirkung verschiedener Atemtechniken gelehrt
  • Erste Hilfe
    … bei möglichen Verletzungen. Dies umfasst nicht nur die üblichen Maßnahmen, sondern auch klassische Techniken des Kuatsu
  • Philosophie
    Wohin führt der Kampfkunst-Weg (DO)? Die Schüler erhalten Anleitung und Hilfestellung zur Beschreitung des Weges zu sich selbst in Harmonie mit ihrem Umfeld .

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